Wohnberatung im Wandel seit den 1980er Jahren
Vortrag und Gespräch mit Peter Dirk, Dipl.-Des., Wohnberater für die Verbraucherzentrale Berlin von 1979 bis 2012.

Montag, 8. Mai 2017, 19 Uhr
Modellbaukasten der Berliner Wohnberatungsstelle, 1960er Jahre, Foto: Armin Herrmann

Modellbaukasten der Berliner Wohnberatungsstelle, 1960er Jahre, Foto: Armin Herrmann

Ein fester Bestandteil der Wohnberatung in der Verbraucherzentrale Berlin war die Zusammenarbeit mit Schulklassen. In Workshops wurde der in der Ausstellung gern modern? Wohnkonzepte für Berlin nach 1945 gezeigte Modellbaukasten eingesetzt. Auf spielerische Art bot sich den Schülern die Möglichkeit, die eigene Wohnsituation zu reflektieren oder selbst nach vorgegebenem Grundriss eine klassische 3-Zimmer-Wohnung für eine 4-köpfige Familie einzurichten. Ziel der Wohnberatung in den 1980er Jahren war es, bei zukünftigen Wohnungsnutzern traditionell überlieferte Wohnvorstellungen aufzubrechen.

Zusätzlich zu Beratungen in der Verbraucherzentrale stattete man in einzelnen Bezirken Musterwohnungen aus, um das Beratungsangebot einer breiteren Bevölkerungsschicht bekanntzumachen. Diese hatten jeweils ein Schwerpunktthema (z.B. behindertengerechtes Wohnen, Wohnen mit Kindern), so auch eine Musterwohnung in Kreuzberg anlässlich der IBA 1984. Im Verlauf der 1980er Jahre entwickelte sich bezogen auf das Wohnen ein stärkeres Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein. 

Mit Mauerfall kamen vermehrt Nachfragen nach Hausbau und Eigentumswohnungen, so dass bei der Wohnberatung bautechnische Fragen sowie Grundrissbewertung in den Vordergrund traten.

Peter Dirk studierte Design an der HdK Berlin, war von 1979 bis 2012 Wohnberater für die Verbraucherzentrale Berlin und ist seitdem als freier Immobilienberater für die Verbraucherzentrale Berlin tätig.

Montag, 8. Mai 2017, 19 Uhr. Eintritt frei.